buch …
Gerade gelesen und zu empfehlen ! Rezension auf socialnet.de !
Zwei Beiträge erlaub ich mir besonders hervor zu heben. Zum eine Michael Galuske zum Thema: “Fürsorgliche Aktivierung – Anmerkung zu Gegenwart und Zukunft Sozialer Arbeit im aktivierenden Staat” zum anderen Hans Thiersch mit einer essayistischen Skizze zur “Bildung als Zukunftsprojekt der Sozialen Arbeit”.
Ich empfinde gerade diese beiden Beiträge als hervorragende Ergänzung.
Zum einen beschreibt Galuske ausführlich die Situation der Dienstleistungsgesellschaft in der “zweiten Moderne”, ausgehend vom “Sozialpädagogischen Jahrhundert”, der Unterschichtsdebatte über die Merkmale des “Aktivierende Sozialstaats”, hin zur Ökonomisierung der Sozialen Arbeit. Er hebt hervor, das die Soziale Arbeit erfasst wird von der aktuellen Bildungsdebatte, das Bildungsziel hierbei ist die Erschaffung des “flexiblen Marktmenschens”. Bildung also zur Herstellung von “employability” / ” Beschäftigungsfähigkeit” – Humankapital. Er stellt abschliessend fest, das der Versuch, die Krise der Arbeitsgesellschaft, durch (schein-) Pädagogik zu lösen, zum Scheitern verurteilt ist. Hinzu fügt er den Hinweis, das es nicht zu empfehlen ist, die Rolle des heilbringenden Erfüllungsgehilfen einer neuen Ideologie anzunehmen, nur weil der aktivierende Sozialstaat intensiv auf pädagogische Begriffe ( wie z.B.: Bildung) und Deutungen zurückgreift.
Zum anderen (als wundervolle Ergänzung) entwickelt Thiersch seinen Text endlang des Begriffs “Bildung” und füllt ihn mit historischen Verweisen. Hierbei greift er das Bildungideal der “klassischen” Diskussion auf und bezieht es auf das “Projekt Bildung”, Bildung für die zweite Moderne. Im Text stellt Thiersch schulische Bildung, Bildung der Sozialen Arbeit und die Selbstbildung zueinander in Bezug.
Beeindruckend ist Galuskes gegenwartsreflexive Betrachtung, in Gegenüberstellung mit Thiersch Entwurf des “Projekts Bildung”, Bildung als Lebensbildung.
unbedingt mal durchblättern.
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Tags:Galuske, Thiersch
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